Die Namensgebung des Raumes erfolgte aufgrund der 21 Porträtgemälde an den Wänden. Zur Darstellung gelangten hier Vizekönige, Gouverneure und Präsidenten des bourbonischen Königreiches, dessen erster Souverän Karl III. von Bourbon war, der am 30. Juni 1735 gekrönt wurde. Bei den hier Porträtierten handelt es sich um Männer, die Sizilien in Vertretung des Königs, der in Neapel residierte, regierten. Unter den hier aufgeführten Personen sind die Namen von Domenico Caracciolo di Villamaina und Francesco D`Aquino di Caramanico besonders hervorzuheben. Der Erstgenannte hob 1782 die Inquisition auf und bestimmte die Einkünfte dieser Institution für die Errichtung neuer Lehrstühle an der Universität. Der Zweitgenannte schaffte bereits 1788 den Frondienst ab, also das System, das die Bauern verpflichtete, unentgeltlich für ihre Herren zu arbeiten. Dies geschah noch vor der Abschaffung des Frondienstes in Frankreich, wo dieser Brauch erst 1789 aufgehoben wurde. Darüber hinaus ließ Caramanico 1790 im Normannenpalast die Sternwarte auf der sogenannten Torre Pisana einrichten.
Die Bedeutung der hier genannten Bilder ergibt sich daraus, dass mit ihrer Hilfe auch grundlegende Erkenntnisse über die Entwicklung der Porträtmalerei in Sizilien im Zeitraum von 1754 bis 1840 gewonnen werden können.
Der Fries, der den Saal vom Gewölbe abgrenzt, wurde 1901 von Salvatore Gregorietti ausgeführt und zeigt das Symbol Siziliens, die Trinakria als Personifizierung der Insel, sowie den Adler des Senats von Palermo.
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